Das Königreich Yelang
Yelang war ein ethnischer Stamm, der seine Heimat am Yunnan- und Guizhou-Plateau fand. Der plötzliche Untergang um ca. 26 v. Chr. bleibt ein Rätsel für Historiker. Aber viele antike Historiker wie Sima Qian und Ban Gu zeichneten das Leben der Yelang auf. Aus ihren Büchern erfahren wir, dass die Yelang Zauberkunst betrieben, eigenartige Frisuren hatten und eine landwirtschaftliche Gesellschaft mit kämpferischen Kriegern waren. Weitere Studien zeigten, dass das Königreich sich eigentlich aus verschiedenen ethnischen Stämmen aus dem südwestlichen Guizhou und den benachbarten Provinzen Sichuan, Hunan und Yunnan zusammensetzte.
Man nimmt an, dass die alte Hauptstadt von Yelang in der heutigen Gemeinde Maokou in Lupanshui lag. Viele neugierige Touristen besuchen Maokou, um die Geschichten der Vergangenheit dieses Ortes zu entdecken. Laut einer Geschichte suchte der Anführer der Yelang für die Hauptstadt einen Ort mit 100 Gipfeln. Er kletterte auf den in der Nähe liegenden Berg Jiuceng und zählte aber nur 99, da er den Berg, auf dem er stand, mitzuzählen vergaß. Deshalb ging der enttäuschte Anführer nach Maokou, um dort seine Hauptstadt zu gründen. Die Entscheidung stellte sich als die richtige heraus. Die Berge Lang und Dai flankieren den Datie-Pass, der der einzige Weg nach Maokou ist. Sie dienten als natürliche, uneinnehmbare Befestigungen und halfen, den Frieden in dem nebligen Gebirgszug zu wahren. Der Berg Lang ist auch als der Alte Königsberg bekannt. Laut einer lokalen Legende spazierte der Yelang-König Duotong eines Abends aus der Stadt und erblickte eine geheimnisvolle halbmondförmige Höhle im Berg Lang. Der König war so von Ehrfurcht ergriffen, dass er sie als seinen letzten Ruheort auserwählte. Von diesem Zeitpunkt an nannten die Einheimischen den Berg Alten Königsberg und die Grabstätte wurde als Mondhöhle bekannt.
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