Das bedeutende Tempelkloster wurde im 11. Jh. von den Kitan gegründet. Ihr Einfluss zeigt sich an der ungewöhnlichen Ausrichtung der Anlage nach Osten. Auch die beiden Haupthallen wahren den Stil jener Epoche. Es gibt zwei separate Komplexe. Die übrigen Bauten entstanden später. Oberes Kloster: Die im Jahr 1140 erbaute Haupthalle ist eine der zwei größten Tempelhallen Chinas. Sie birgt die Buddhas der fünf Himmelsrichtungen (mittlere drei Statuen aus Holz, 15. Jh.), flankiert von zwei mal zehn lebensgroßen Wächterfiguren aus derselben Ära. Das Innere wurde um 1900 mit Buddhaszenen farbig ausgemalt. Unteres Kloster: Die Haupthalle mitsamt ihrem Figurenschmuck stammt aus der Gründungszeit des Klosters. Wie die 31 in drei Gruppen beisammenstehenden Buddhas, Bodhisattvas, Mönche und andere Gestalten teils lehrend, teils mahnend die Finger heben, scheinen sie um unser Seelenheil besorgt zu sein - ein Anblick von seltener Eindringlichkeit, würde nicht ein Gitterkäfig das Nähertreten verwehren.